Dienstag, 26. Mai 2009

Ich mag die Grünen ja eigentlich nicht...

aber das ist mir glatt meine Stimme wert:

Die Tageskarte für einen Euro, die Wochenkarte für vier Euro, die Monatskarte für zehn Euro und die Jahreskarte für 100 Euro. Freifahrt für Präsenzdiener, Studenten und Mobilpassbesitzer sowie alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren. Geht es nach den Wiener Grünen, soll die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wesentlich günstiger werden. Rund 250 Millionen Euro würden die günstigeren Preise die Stadt Wien in der Anfangsphase kosten, so Klubobfrau Maria Vassilakou am Dienstag bei der Präsentation des alternativen Preismodells: "Wir meinen, dass sich das die Stadt Wien mit einem Gesamtbudget von rund neun Milliarden Euro durchaus leisten kann. Es geht hier um eine politische Entscheidung." Zudem würde das Modell mittelfristig günstiger werden, weil dann auch weit mehr Menschen die Öffis benützen würden, zeigte sich die Grün-Politikerin überzeugt.

Der vermehrte Umstieg auf Bim, Bus und U-Bahn ist eines der Hauptziele hinter der Kampagne der Grünen. So soll der Anteil der Öffi-Benutzer von derzeit 32 Prozent auf "mindestens 50 Prozent" erhöht werden. Durch die Reduktion der Umweltfolgekosten für den Autoverkehr würde sich die Tarifverbilligung nach Ansicht der Grünen auch in volkswirtschaftlicher Hinsicht rechnen. Die finanzielle Entlastung der Bevölkerung in Zeiten einer Wirtschaftskrise und die Schaffung von Arbeitsplätzen durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs werden als weitere Argumente angeführt.

Tarifdschungel beenden

Das alternative Tarif-Modell beseitige auch den derzeitigen Tarifdschungel, erklärte Ingrid Puller, Verkehrssprecherin der Grünen Wien und selbst Straßenbahnfahrerin: "Derzeit gibt es 21 verschiedene Tarife, der Großteil der Bevölkerung weiß gar nicht, welche Angebote es gibt." Probleme mit der komplexen Software der Fahrscheinautomaten würden zu Verlusten von bis zu 20 Prozent führen.

Erneut Kritik übten die Grünen bei der für Juli geplanten Preiserhöhung bei Einzelfahrscheinen und Streifenkarten. Mit dem alternativen Tarifmodell fordere man "die Verantwortlichen der Stadt Wien auf, endlich in einen Diskussionsprozess einzusteigen", so Vassilakou. (glicka, derStandard.at, 26. Mai 2009)

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